Dulciane
Contrabass Dulcian
Aufzeichnungen über das historische Holzblasinstrument aus dem 17. Jahrhundert
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Dulciane Berlin
Bei den Dulcianen handelt es sich um Kopien von Instrumenten aus dem Staatlichen Institut für Musikforschung Berlin - Sammlung Preußischer Kulturbesitz, Katalog Nr. 653 und 654. Die Originale sind auf 440 Hz bzw. 466 Hz umgerechnet und genau rekonstruiert:
Der Bohrungsverlauf von Diskant- und Bassröhre ist deutlich von einem gleichmäßigen Konus abweichend.
Die Wandstärke ist sehr gering. Dadurch werden die Instrumente schlank und sehr leicht. Das Material ist Ahorn, gebeizt und geölt.
Die Instrumente haben wie die Originale zwei Klappen und keine Doppellöcher. Der S-Bogen (Wandstärke 0,7 mm) ist in der historischen handwerklichen Technik aus Messingblech geschnitten, gelötet, über einen Dorn maßgenau getrieben und von Hand gebogen.
Die Summe dieser Details ergibt ein Instrument, dass sehr nuanciert und auch sehr kräftig geblasen werden kann.

Bass Dulcian Meran
Der Nachbau des Meraner Dulcians zeichnet sich durch einen kräftigen Ton, besonders sichere Ansprache und Intonation aus. Die Grifflöcher sind weiter auseinander als bei dem Nachbau des Berliner Modells, aber mit mittelgroßen Händen noch gut erreichbar. Das Instrument ist dicker und schwerer als das Berliner Modell. Der Schallbecher ist wie bei meinem Nachbau des Berliner Modells abnehmbar.
Beide Originalinstrumente - das Berliner und das Meraner Original - sind vom selben Instrumentenbauer hergestellt worden und tragen einen fast identischen Prägestempel: ein Kleeblatt bei beiden Originalen, zusätzlich CR beim Berliner Instrument. Nach Ansicht von Maggie Kilbey handelt es sich um einen Instrumentenbauer aus der Rauch-Familie aus Schrattenbach, der vor 1630 gewirkt hat.
Der Klangunterschied zwischen den beiden Nachbauten beruht vor allem auf den unterschiedlichen Bohrungsmaßen. So ist das Meraner Modell in der Bassröhre enger als das Berliner Modell, hat aber einen gleichmäßigeren Konusverlauf. Die Diskantröhre ist beim Meraner Modell ebenfalls etwas enger, nur die ersten 20 cm sind weiter als die Bohrung des Berliner Modells.
Zum Vergleich die Besonderheiten noch einmal tabellarisch:
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Praetorius Berlin
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Praetorius Meran
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Klang
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elegant, zart bis kräftig
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kräftig bis sehr kräftig
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Ansprache
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sicher
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sehr sicher
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Gewicht ca. g
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960
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1150
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Finger-Spreizung
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Griffloch 1 – 3 mm
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81
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84
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Griffloch 4 – 6 mm
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82
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91
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Schallbecher
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abnehmbar,
weiterer Schallbecher für kräftigeren Klang möglich
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abnehmbar
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Dominic Teresi
Dulcian, baroque, classical and modern bassoons.
"the ensemble's best and most supple work was in the four Vivaldi concertos... Among them was a lively account of a bassoon concerto (RV 483), with Dominic Teresi playing the solo line gracefully."
- New York Times
»www.myspace.com/dominicteresi
Dominic Teresi spielt den Bass Dulcian in 440 Hz nach dem Berliner Original.

